Im Kreistag wurde der Klimaschutzbericht 2025/2026 des Landkreises Trier-Saarburg vorgestellt.
Für die SPD-Fraktion machte Ratsmitglied Philipp Dewans deutlich: Wir bewerten die bisherigen Maßnahmen und Entwicklungen positiv. Gleichzeitig bleibt klar: Klimaschutz ist eine dauerhafte Aufgabe, bei der wir weiter konsequent handeln müssen. 🌍
Hier die Rede für die SPD Fraktion, Philipp Dewans:
Zunächst möchte ich mich im Namen der SPD-Fraktion bei der Verwaltung, hier speziell unserem Klimaschutzmanagement, für Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes und daraus resultierend für die Erstellung des vorliegenden Klimaschutzberichtes bedanken. Nicht nur anhand der Seitenzahl, sondern auch der bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen aus dem Konzept ist ersichtlich, wie viel Arbeit in den Klimaschutz im Landkreis gesteckt wird.
Das ist auch notwendig, denn der Klimawandel wirft seine Schatten voraus und alleine der diesjährige Sommer zeigt, auf was wir uns in den kommenden Jahren einstellen müssen. Daher sollte mittlerweile jeder und jedem klar sein, dass nur eine Energiewende und weitere nachhaltige Maßnahmen den Anstieg immer häufiger eintretenden Extremwetterereignissen abflachen können.
Bezüglich der Energiewende zeigt der Bericht, dass die bestehenden Potentiale für erneuerbare Energieträger immer besser genutzt werden. Hier ist besonders hinsichtlich der Windkraft ersichtlich, dass die bestehenden Genehmigungen die bisherige Ist-Leistung um das 1,8-fache übersteigen und nochmal etwa die Hälfte im Antragsverfahren steckt.
Die Genehmigungen stammen laut Bericht aber vornehmlich aus den Jahren 2024 und 2025. Hierbei muss nämlich berücksichtigt werden, wie lange sich entsprechende Anlagen zuvor in der Planung und im Antragsverfahren befunden haben. Dabei sprechen wir in den Dimensionen teilweise eher von Jahrzehnten als nur Jahren. Dahingehend besteht gesichert ein Verbesserungspotential in der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure wie den Kommunen und Investoren, aber auch seitens der Genehmigungsbehörde.
Durch die erfolgten, umfangreichen Genehmigungen der vergangenen Jahre ist aber schon ein gewisser Wandel ersichtlich, der sehr begrüßenswert ist und zukünftig nicht stagnieren darf. Wenn dies der Fall bleibt, besteht die Hoffnung, dass unabhängig vom Energieträger, vielleicht weitere Projekte wie die große Speicheranlage in Föhren in absehbarer Zukunft realisiert werden können. Das Potential bei PV-Dachanlagen kann der Kreis dagegen nur indirekt beeinflussen, versucht dies aber mithilfe von Informationsangeboten.
Gleiches gilt für die Nutzung von E-Mobilität. Hier zeigt sich jedoch, dass aufgrund der öffentlichen Lademöglichkeiten für E-Autos entsprechende Umstiege weitestgehend Hauseigentürmern und vorbehalten sind, die dies im Wege einer „Paketlösung“ inklusive PV-Anlage realisieren. Zwar besteht auch für Mieterinnen und Mieter ein Anspruch darauf, eine Wallbox errichten zu dürfen, entsprechende Stellplätze direkt am Objekt und damit am Stromanschluss stehen aber sowohl im Landkreis als auch in Städten oft schlichtweg nicht zur Verfügung.
Wer sein Auto also an einer Straße oder dem nahegelegenen Parkplatz abstellen muss, kann kein E-Auto laden. In diesem Fall hilft auch keine Förderung bei der Anschaffung des Autos. Begrüßenswert sind ebenfalls die aus dem Bericht ersichtlichen Maßnahmen der Verbandsgemeinden, die im Rahmen der ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ebenfalls Projekte zum Klimaschutz vorantreiben.
Aber was ist für den Landkreis zeitnah am wichtigsten? In den Augen der SPD-Fraktion ist insbesondere die Umsetzung des implementierten Energiemanagements und die zeitnahe energetische Sanierung der Kreisliegenschaften zu priorisieren, da hierbei das mit Abstand größte Einsparpotential besteht und darüber hinaus ein bestehender Sanierungsstau zusätzlich aufgearbeitet werden kann. Daneben muss analysiert werden, warum das Angebot im ÖPNV gegenüber dem Bundesschnitt sehr viel weniger angenommen wird.
Infolge dessen können dann entsprechend der Maßnahmenliste ein Mobilitätskonzept erstellt und daraus abgeleitet entsprechende Mobilitätsangebote erarbeitet werden – also die Maßnahmen M1 bis M3 im Klimaschutzkonzept. Abschließend lässt sich sagen, dass die SPD-Fraktion hinsichtlich der bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen und für die zukünftigen Entwicklungen des Klimaschutzes im Landkreis positiv gestimmt ist, sich auf die Zusammenarbeit mit dem kreiseigenen Klimaschutzmanagement im Zuge der kommenden Maßnahmen freut und sich wünscht, dass der Klimaschutz im Rahmen der weiteren kreiseigenen Aufgaben – wie zum Beispiel Bauen – zukünftig als gewichtiger Baustein stets mitgedacht wird.