Dirk Bootz mit 96 Prozent als Kreisvorsitzender wiedergewählt – SPD will Präsenz vor Ort stärken und Kommunalwahl 2029 vorbereiten
Osburg. Die SPD Trier-Saarburg hat bei ihrem ordentlichen Kreisparteitag im Vereinsheim Harmonie Osburg ihren Kreisvorstand neu gewählt und wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Unter der Versammlungsleitung von Dieter Müller berieten die Delegierten über die politische Arbeit im Landkreis, die künftige Ausrichtung der Kreispartei und die Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2029. Grußworte sprachen Stefan Metzdorf (Landrat), sowie der Osburger Ortsvereinsvorsitzende Felix Heckmann.
Im Mittelpunkt des Parteitags stand der Bericht des Kreisvorsitzenden Dirk Bootz aus Kasel. Er machte deutlich, dass die Sozialdemokratie vor großen Herausforderungen steht. Insbesondere der Verlust des Landtagswahlkreises und die Tatsache, dass erstmals keine sozialdemokratische Stimme aus dem Landkreis Trier-Saarburg im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten ist, seien ein Einschnitt für die politische Arbeit der SPD vor Ort.
„Es ist keine leichte Zeit für das politische Ehrenamt. Umso wichtiger ist es, dass wir zusammenstehen, Verantwortung übernehmen und den Menschen zeigen, dass wir ihre Anliegen ernst nehmen“, betonte Bootz.
Mehr Präsenz und direkter Austausch mit den Menschen
Die SPD Trier-Saarburg will aus den Erfahrungen der vergangenen Monate Konsequenzen ziehen und ihre Arbeit noch stärker auf die Menschen vor Ort ausrichten. Geplant sind sieben regional verteilte Infostände, die in enger Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen organisiert werden sollen. Ziel ist es, stärker auf die Bürgerinnen und Bürger zuzugehen, zuzuhören und ihre Themen und Anliegen in die politische Arbeit mitzunehmen.
Auch die Zusammenarbeit mit der Landespolitik soll intensiviert werden. Für 2027 ist eine Kreisparteiratssitzung unter Einbindung der Landespolitik vorgesehen. Darüber hinaus sollen bis zum Ende des ersten Halbjahres 2027 die ersten Schritte zur Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2029 eingeleitet werden. Ein erster politischer Empfang des Kreisverbandes ist ebenfalls für das Frühjahr 2027 geplant.
„Wir müssen nicht heute alle Antworten haben. Aber wir müssen bereit sein, sie gemeinsam zu suchen. Aus Enttäuschung neue Kraft entwickeln, aus Kritik konkrete Veränderungen machen. Nicht die Vergangenheit schönreden, sondern die Zukunft besser gestalten“, erklärte Bootz mit Blick auf die künftige Arbeit der Kreispartei.
Kreistagsfraktion setzt auf Themen aus dem Alltag
Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Lena Weber, berichtete über die aktuelle Arbeit der Fraktion und gab einen Ausblick auf die kommenden Schwerpunkte. Dabei soll die Präsenz der Fraktion vor Ort ebenfalls ausgebaut werden.
Dirk Bootz mit 96 Prozent als Kreisvorsitzender bestätigt
Bei den Vorstandswahlen sprachen die Delegierten Dirk Bootz mit 96 Prozent erneut ihr Vertrauen aus. Er wird damit die Kreis-SPD weiterhin als Vorsitzender führen.
Als stellvertretende Vorsitzende wurden Tamara Breitbach, Rainer Gierten, Kevin Mangrich und Yvonne Rach ebenfalls wiedergewählt. Der geschäftsführende Vorstand wird durch Achim Schmitt als Schatzmeister und Patrick Weber als Schriftführer komplettiert.
Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören dem neuen Kreisvorstand an:
Dieter Dahm (Welschbillig), Dr. Oliver Decker-Schwering (Schweich), Philipp Dewans (Reinsfeld), Nick Dietz (Hermeskeil), Annalena Feltes (Kenn), Harald Fusenig (Trierweiler), Iris Hess (Schweich), Felix Heckmann (Osburg), Dirk Marmann (Schweich), Max Schruff (Nittel), Yannic Schneider (Kenn), Monika Thömmes (Riveris), Lena Weber (Hermeskeil), Lukas Weimer (Welschbillig), Lisa Winkel (Waldrach), Viviane Spieler-Bridel (Mehring)
Weitere Wahlen und Aufgaben
Neben der Neuwahl des Kreisvorstandes wählten die Delegierten zwei Mitglieder für den Landesparteirat. Außerdem wurden die Mitglieder der Schiedskommission sowie die Delegierten für die Parteitage auf Regional- und Landesebene bestimmt.
Mit dem neu gewählten Vorstand will die SPD Trier-Saarburg ihre politische Arbeit im Landkreis weiterentwickeln, die Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen stärken und sich frühzeitig auf die Kommunalwahl 2029 vorbereiten.